10. August 2026 · Redakcja zaproszenia.pro

Einladung zur Taufe – wann verschicken, was hineingehört und woran man zu spät denkt

Die Taufe ist das erste große Fest im Leben eines Kindes – und die Einladung oft der Ort, an dem die Verwandtschaft den Namen zum ersten Mal geschrieben sieht. Fristen, zwei fertige Textvorlagen, die richtige Reihenfolge bei der Patenfrage und die Details, an die man meist zu spät denkt.

Die kurze Antwort: Verschick die Einladung zur Taufe 3–4 Wochen vorher – und stell die Patenfrage deutlich früher und persönlich. In die Einladung gehören der Name des Kindes, Datum und Uhrzeit des Gottesdienstes, die Kirche mit Adresse, der Ort der Feier und eine Rückmeldebitte mit Datum. Unten: zwei fertige Textvorlagen und die Punkte, an die man meist erst hinterher denkt.

Wann die Einladung rausgeht

Der Tauftermin entsteht im Gespräch mit dem Pfarramt, meist beim Taufgespräch. Danach gibt es keinen Grund zu warten: 3–4 Wochen reichen für die Anreiseplanung und sind kurz genug, dass niemand das Datum vergisst.

Wohnt ein Teil der Verwandtschaft weit weg oder fällt die Taufe auf ein Feiertagswochenende, kündige den Termin früher an – ein Satz ohne Details genügt. Wie sich die Frist je nach Anlass verschiebt, steht im Überblick wann du Einladungen verschicken solltest.

Die Patenfrage kommt zuerst – und persönlich

Der häufigste Fehler: Die Paten erfahren von ihrer Rolle aus derselben Einladung wie die Cousine zweiten Grades. Die Patenfrage ist ein eigenes Gespräch und liegt Wochen vor den Einladungen – am besten persönlich oder am Telefon.

Dazu kommt: Das Patenamt ist ein kirchliches Amt, und die Gemeinden knüpfen Bedingungen daran – in der Regel die Mitgliedschaft in einer Kirche. Klär das früh mit dem Pfarramt, bevor ihr jemanden fragt.

In der Einladung darf die Entscheidung dann ruhig stehen: „Taufpaten sind Lena und Christoph“. Gäste wissen so etwas gern vorher.

Katholisch oder evangelisch: entscheidend ist die Uhrzeit

Ob katholisch oder evangelisch – die Taufe findet häufig mitten im Sonntagsgottesdienst statt, manchmal in einem eigenen Taufgottesdienst am Samstag oder direkt im Anschluss. Beginn des Gottesdienstes und Beginn der Taufe können also auseinanderliegen. Schreib ausdrücklich, um wie viel Uhr die Gäste in der Kirche sitzen sollen.

Offiziell benannt wird das Kind bei der Taufe übrigens nicht – der Name steht seit der Geburt beim Standesamt fest. Trotzdem ist die Einladung für viele Verwandte das erste Mal, dass sie den Namen geschrieben sehen. Gerade bei einer ungewöhnlichen Schreibweise lohnt sich die Sorgfalt.

Was in die Einladung gehört

  • Der Name des Kindes – vollständig und richtig geschrieben.
  • Datum und Uhrzeit – die Uhrzeit des Gottesdienstes, nicht nur die der Feier.
  • Die Kirche – voller Name und Adresse, nicht nur „bei uns in der Gemeinde“.
  • Der Ort der Feier – mit Adresse, auch wenn es das eigene Wohnzimmer ist.
  • Wer einlädt – die Vornamen der Eltern.
  • Die Rückmeldebitte mit Datum – konkret, etwa „Gebt uns bitte bis zum 1. März Bescheid“.
  • Optional der Taufspruch – viele Familien wählen einen Bibelvers für ihr Kind und setzen ihn auf die Einladung; in evangelischen Familien fester Brauch.

Zwei Textvorlagen zum Anpassen

Klassisch und förmlich:

„Wir laden herzlich zur Taufe unserer Tochter Ida ein. Der Taufgottesdienst findet am Sonntag, den 15. März, um 10:30 Uhr in der St.-Johannis-Kirche in Lüneburg statt. Im Anschluss freuen wir uns auf ein gemeinsames Mittagessen im Gasthof Zur Linde. Um Rückmeldung bis zum 1. März bitten Anna und Jonas Weber.“

Wärmer und persönlicher:

„Unser Emil wird getauft – und wir würden uns riesig freuen, wenn ihr dabei seid. Sonntag, 15. März, 10:30 Uhr, St.-Johannis-Kirche in Lüneburg. Danach feiern wir bei uns zu Hause weiter, ganz entspannt bei Kaffee und Kuchen. Sagt ihr uns bis zum 1. März Bescheid?“

Findet die Feier woanders statt als die Taufe, ergänze einen Satz zur Anfahrt.

Woran man erst hinterher denkt

Fotografieren in der Kirche. Ob während des Gottesdienstes fotografiert werden darf, entscheidet die Gemeinde. Klär das vorher und benenne eine Person – sonst stehen drei Onkel mit Handys im Mittelgang.

Die Taufkerze. Oft gestalten oder schenken sie die Paten. Sprecht ab, wer sie besorgt.

Kinder der Gäste. Schreib, ob die Feier ein Familienfest ist und Platz für die Kleinen bietet. Eltern eingeladener Kinder fragen sonst sowieso nach.

Geschenke. Wenn du den fünften Strampler in Größe 68 vermeiden willst, wirkt ein Satz in der Einladung besser als die stille Post über die Tante – zum Beispiel „Das größte Geschenk ist, dass ihr da seid“.

Papier oder Link – ehrlich betrachtet

Eine Taufe hat meist eine kleine, familiäre Gästeliste – genau da spielt die Einladung als Link ihre Stärken aus: Sie ist über die Familiengruppe per WhatsApp in Minuten verteilt, die Zusagen sammeln sich an einem Ort statt in fünf Telefonaten, und niemand muss nach der Adresse der Kirche fragen, weil die Karte in der Einladung steckt.

Ein Punkt, an den selten jemand denkt: Die Einladung enthält die Daten eures Kindes. Bei uns werden die Gästedaten 14 Tage nach dem Fest automatisch gelöscht – sie liegen nicht jahrelang in irgendeinem Postfach oder einer Datenbank.

Und ein ehrliches Wort: Für die Großeltern druckst du besser zwei, drei Exemplare aus oder greifst zum Hörer. Das ist kein Entweder-oder – mit fertigen Vorlagen baust du in wenigen Minuten die Version für den Link und liest denselben Text der Oma am Telefon vor.

Das Wichtigste in drei Sätzen

Verschick die Einladungen zur Taufe drei bis vier Wochen vorher, und stell die Patenfrage getrennt davon und deutlich früher. Achte im Text auf den Namen des Kindes, die Uhrzeit des Gottesdienstes statt nur der Feier, die volle Adresse der Kirche und ein konkretes Rückmeldedatum. Der Rest: je ein Satz zu Geschenken und zu Kindern – fertig.

FAQ: Ist eine digitale Einladung zur Taufe angemessen? Ja – bei einem Fest dieser Größe ist sie heute üblich, solange sie wie eine Einladung aussieht und nicht wie eine hingeworfene Gruppennachricht. Eine eigene Seite mit Namen, Datum, Kirche, Karte und Zusage-Knopf wird als vollwertige Einladung wahrgenommen. Den ältesten Gästen druckst du ein paar Exemplare aus oder rufst sie an – die Zusagenliste zeigt dir ohnehin, wer noch fehlt.